Sparsam mit Wasser
Wasser, neunzig Prozent oder mehr des totalen
Pflanzengewichtes, ist wesentlich für das Funktionieren der
Pflanze. Starke Sonnenstrahlung mit hohen Lichtintensitäten
sorgen dafür, dass den Boden schnell austrocknet und Pflanzen
mehr Wasser verdampfen. Während Pflanzen aus gemäßigten Klimas
zum kühlen ihre Oberflächen viel Wasser brauchen, halten mediterrane
Pflanzen ihren Wasserhaushalt im Gleichgewicht durch ihre
eigenen Kombinationen adaptiver Methoden. Durch Wasserlagerung
und reduzierte Verdampfung können sie überleben mit wenig
oder kein Wasser anders als Niederschläge.
Immergrüne Blätter, die oft hart und dornig
anfühlen, sind charakteristisch für viele mediterrane Pflanzenfamilien.
Sie reduzieren Wasserverlust durch eine Wahl von Anpassungen.
Darunter aktive Methoden, wie das Schließen der Blattöffnungen,
sowie passive. Eine dicke Oberhaut wird oft kombiniert mit
wächserner Schichtchen, das Licht reflektiert. Mikroskopische
Schuppen geben Pflanzen einen weißlichen oder graulichen Farbton,
besonders wirksam im Reflektieren von Licht und Hitze.
Durch sorgfaltig gestellte Blatter bleibt
das Zentrum der Pflanze im Schatten, oder werden gerade die
Blatter selbst vom Sonnenschein geschützt. Viele Hülsenfrüchte
schließen tagsüber ihre Blätter, andere halten sie senkrecht.
Blattverkleinerung ist üblich, erreicht durch
Schuppen jeder Art und Größe, aber auch durch schmale Blätter.
Oft werden Blattoberflächen beschränkt auf Gewebestückchen
an nadelartigen Blättern. Viele Pflanzengattungen haben tief
eingeschnittene Blätter.
Blattschutz wird erreicht von Anpassungen,
die die Oberflächen abkühlen. Die Ausscheidung einer wasserabstoßenden
Schicht reduziert die Wasserverdampfung an den Blattoberflächen.
Viele Pflanzen, einschließlich der Zwiebelgewächse,
haben Lebenszyklen entwickelt, in denen sie im Sommer ihre
Blatter fallen lassen und im Sommerschlaf gehen. Andere behalten
ihre Blatter wahrend des Sommerschlafes, aber beschranken
die Photosynthese auf ihre Stämme. Dies wird oft kombiniert
mit Stacheln an den Blattzipfel.
Die meiste Fettpflanzen benutzen zweckmäßige
Wasserlagerung, der Wasser in verdickte Stämme, Blätter oder
Wurzeln, kombiniert mit einer spröden Haut um es drinnen zu
halten.
Durch eine oder mehr dieser Anpassungen können
Pflanzen die trockenen Sommer überleben. Im Kampf ums Dasein
wählt jede Gattung ihre Tricks und Waffen. Aber welche Methode
sie auch benutzen, das Ergebnis ist immer, kostbares Wasser
zu sparen und zu überleben. |